Meinem Stil treu bleiben — das war mir bei diesem Album wichtiger als alles andere. Vor allem in den Texten. Tief, ehrlich, verletzlich. Und wieder hundert Prozent ich.
Es geht nicht nur um Schmerz und das, was einen im Alltag aufreibt. Es gibt auch Songs, die Hoffnung machen. Geschrieben für Menschen, die gerade nicht so viel Selbstbewusstsein haben, denen die Stärke fehlt, sich aufzubäumen. Wenn dich einer dieser Songs erreicht, hat sich’s für mich gelohnt.
Lange war Musik etwas, das nur hinter verschlossenen Türen passierte. Schreiben, komponieren, singen — aber nichts davon rauslassen, weil ich nicht glaubte, dass ich gut genug bin. „Bin ich gut genug? Ist das, was ich zu sagen habe, wichtig genug?“ — das war die Begleitmusik in meinem Kopf, jahrelang.
„Genug“ ist der Punkt, an dem ich aufgehört habe, mir das einzureden. Der Name ist Programm.
Das Album ist über die Sachen, die man hätte sagen sollen — und nicht gesagt hat. Die Gedanken, die man nachts um drei wälzt und bei Tageslicht wieder runterschluckt. Das „Ich liebe dich“ oder „Es tut mir leid“, das im Hals stecken bleibt.
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Musikalisch deutscher RnB und Soul. Der Wechsel zwischen Deutsch und Englisch ist nicht gewollt, sondern passiert: manche Sätze gehören in die eine Sprache, andere in die andere.
Die EP ist kĂĽrzer, lauter, direkter. Songs, die nicht lange um den Kern herumreden. FĂĽr Momente, in denen man nicht in sich reinhorchen will, sondern eine Antwort braucht.
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„Erkenne dich selbst“ ist die wichtigste Erkenntnis, die ich in langen Therapien gewonnen habe. Lebe besser.
Meine Songs fangen selten mit einer Idee an. Eher mit etwas Körperlichem — einem Gefühl, für das mir die Worte fehlen. Genau dann fang ich an zu schreiben. Nicht, weil ich was zu sagen hätte, sondern weil ich rausfinden will, was da eigentlich los ist.
Was dabei rauskommt, sollen keine schönen Songs sein. Schöne Songs gibt’s genug. Ich will Texte schreiben, die jemandem im Auto die Stimme brechen. Texte über das, worüber man sonst nicht redet — über die Vergebung an sich selbst, über das Kind, das man mal war und mit dem man noch nicht fertig ist, über die Art von Liebe, bei der man den Mund nicht aufkriegt.
Das ist meine Art, die Welt zu fühlen. Manchmal anstrengend. Aber anders kann ich’s nicht.